| Von der Extraktion bis zur Implantation | |||
Fehlender Knochen kann wieder aufgebaut werden (sog. Augmentation) |
Sollte einmal die Entscheidung
fallen müssen, einen Zahn wegen untherapierbarer Wurzelentzündung
oder Karies entfernen zu müssen, bietet
sich in vielen Fällen die Implantation
zum Ersatz der Wurzel als heutige Therapie der Wahl an.
Dieses Schema zeigt standardisiert den Ablauf einer Implantation: Nach der Zahnentfernung gibt man dem Knochen Zeit zur Ausheilung (4-7 Wochen), danach erfolgt die Implantation. Je nach Knochendichte (= -härte) läßt man das Implantat 4-8 Wochen festwachsen. Danach wird es freigelegt und der Prozess der Kronenherstellung kann beginnen. |
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| Die klassische Brücke, die das Abschleifen der Nachbarzähne erfordert, stellt meist nicht mehr die zeitgemäße Lösung dar, weil die sogenannte Präparation (Abschleifen eines Zahnes) einen starken Verlust meist gesunder Zahnsubstanz und manchmal eine Schädigung des Zahnmarkes mit sich bringt - beides führt zur Verschlechterung der Langzeitprognose des Zahnes. | ![]() |
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| Die modernere Methode sieht die Auffüllung des nach der Extraktion entstehenden Knochendefektes mit Knochenersatzstoff vor (der nach Durchwachsung mit körpereigenem Knochen ein ideales Implantatlager darstellt) und die anschließende Einpflanzung einer neuen Zahnwurzel als Pfeiler für eine Krone (siehe rechts). | ![]() |
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Die folgenden Abbildungen zeigen einen typischen Verlauf einer sogenannten Augmentation ("Knochenauffüllung"): |
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1. Schritt - Diagnose einer Entzündung im Kieferknochen und nachfolgende Extraktion des schuldigen Zahnes |
Der hier abgebildete Zahn zeigt wegen starker kariöser Zerstörung und unvollständiger Wurzelfüllung eine große, quasi "eitrige" Entzündung im Kieferknochen (von roten Pfeilen eingegrenzt). Solch ein Zahn ist nicht erhaltungsfähig, weshalb er entfernt wurde. Nach einer Zahnentfernung mit umfangreicher Entzündung entstehen Knochendefizite, die auf verschiedene Weise gefüllt werden können. Ein mögliches Verfahren stellen wir Ihnen nachfolgend vor: |
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2. Schritt: Abheilung nach Entzündung |
Hier erkennen Sie den "kraterförmigen" Defekt nach Entfernung des Zahnes. Dieser Bereich im Kiefer ist mangels Dichte und Knochenangebot ein schlechter Platz für eine Implantation mit einer voraussichtlichen Langzeitprognose von unter 80%. |
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3. Schritt: Knochen-Auffüllungsoperation |
Diese Abbildung zeigt den obigen Knochendefekt nach operativer Auffüllung mit einem Knochenersatzstoff (Bio Oss), der eine ideale Reparation des ortsständigen Kieferknochens ermöglicht und zu einer erfolgreichen Implantation mit hoher Erfolgsrate beiträgt. |
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4. Schritt: Kontrolle nach Einheilung des Knochen-Ersatzstoffes |
Ca. 3 Monate nach der sogenannten Augmentation fanden wir röntgenologisch ein solides Knochenlager vor, in das ein ausreichend langes und dickes Implantat eingepflanzt werden konnte. |
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5. Schritt: Implantation |
Diese Aufnahme zeigt das eingepflanzte Implantat direkt nach der Implantation - die vorgefundene Knochendichte entsprach der Klasse D2, so daß das Implantat 4 Wochen später freigelegt und weiterversorgt werden konnte . |
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6. OP-Bilder für Angehörige med. Fachkreise |
Durch Klick auf den folgenden link können Sie schwarz-weiße Aufnahmen einer Implantation aufrufen. Nach den gültigen internetrechtlichen Bestimmungen sind solche Aufnahmen nur für Fachkreise zur Betrachtung zugelassen. Bitte beachten Sie, daß diese Aufnahmen für empfindliche Personen oder Kinder laut Heilmittelwerbegesetz (HWG) als schädlich eingestuft werden. Klicken sie auf den folgenden link nur, wenn Sie zum Fachkreis der Heilberufe gehören ! Link zu OP-Bildern - bitte >>> hier klicken ! | ||
7. Freilegung und Versorgung |
Nach der Einheilzeit (je nach Ausgangssituation zwischen 4 und 10 Wochen) wird das Implantat durch eine kleine Schleimhautöffnung freigelegt und mit einer Heilkappe versehen. Weitere 8 Tage später kann dann ein Abdruck über das Implantat genommen werden, von dem innerhalb 2-3 Wochen die spätere Implantatkrone gefertig wird. Zum Eingliedern der Krone wird auf das Implantat ein Aufbaupfosten quasi als "Zahnstumpf" geschraubt, auf den die Krone zementiert wird. |
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