Kinderbehandlung - 0 - 3. Lebensjahr
  Liebe Eltern,    

für die Mundgesundheit Ihres Säuglings bzw. Kleinstkindes sind folgende Hinweise sehr wichtig:

  • Vermeiden Sie eine Übertragung von Karies-Bakterien in den Mund Ihres Kindes !
  • Verhelfen Sie Ihrem Kind zu einem vertrauensvollen Verhältnis zu seiner Zahnarztpraxis !

Die folgenden Hinweise helfen Ihnen und Ihrem Kind, eine gesunde Mundhöhle zu entwickeln:

  • Achten Sie bei Ihrem Baby darauf, daß es in den ersten 12 Wochen nicht mit Keimen aus Mundhöhlen mit bestehender Karies oder Parodontitis infiziert wird.
  • Bringen Sie Ihr Kind schon im Baby-Alter zu Ihren eigenen Zahnarztbesuchen mit, damit es mit der Umgebung und den Gerüchen in einer Zahnarztpraxis vertraut wird.
  • Beginnen Sie so früh wie möglich mit "Zahnputzspielen", um Ihrem Kind die Scheu vor einer Zahnbürste zu nehmen. Geben Sie Ihrem Kind ab dem 6. Lebensmonat eine Zahnbürste zum Spielen - es wird schon bald darauf herumkauen.
  • Die Frage, ob Sie Ihrem Kind Fluorid-Tabletten geben sollen, wird nicht einheitlich beantwortet. Viele Kinderärzte und Zahnärzte (wie auch wir) sehen in der Fluorid-Gabe mit Tabletten keinen konkreten Sinn mehr.
  • Die richtige Zahnbürste hat einen möglichst kleinen Bürstenkopf, damit Ihr Kind in seiner sensiblen Mundhöhle kein Fremdkörpergefühl empfindet.
  • Der erste Zahnarztbesuch sollte mit ca. 2 Jahren stattfinden. Seien Sie unbesorgt, wenn Ihr Kind hier noch nicht den Mund aufmachen möchte.
  • Vermeiden Sie unbedingt, Ihrem Kind Apfelsaft oder Apfelschorle in der Nuckelflasche anzubieten - die Fruchtsäure löst die weichen Milchzähne an, der Fruchtzucker gibt den Kariesbakterien Nahrung.
  • Ihr Zahnarzt wird Ihnen ggf. frühzeitig den Rat geben, einen Kieferorthopäden aufzusuchen. Vielfach treffe ich auf großes Erstaunen, wenn ich Eltern empfehle, ihr Kind schon mit 4 oder 5 Lebensjahren einem Kieferorthopäden zur Diagnostik vorzustellen. Beachten Sie bitte, daß sich die Behandlungsmethoden in den letzten 10 Jahren auch in der Kieferorthopädie stark verändert/verbessert haben. Die alte Regel, daß erst mit 9 Jahren mit einer Behandlung begonnen wird, gilt schon lange nicht mehr für alle Kinder.
  • Beachten Sie bitte weiterhin, daß der Gesetzgeber die kieferorthopädischen Behandlungsmöglichkeiten bei Kindern vor einigen Jahren stark eingeschränkt und in die finanzielle Eigenverantwortung der Eltern übergeben hat. Eine Entwicklung, die wir Zahnärzte nur schwer nachvollziehen können.
  • Bringen Sie Ihr Kind regelmäßig zur Kinderprophylaxe - hier werden die Zähne professionell auf Kariesrisiken geprüft, Pflege-Defizite mit Ihrem Kind und Ihnen angesprochen und die Zähne auf verschiedene Weise gepflegt und gehärtet (siehe auch >>> Mundgesundheitsprogramme !)
  • Wenn es tatsächlich nötig werden sollte, bei Ihrem Kind eine kariösen Defekt behandeln zu müssen, so werden wir dies mit aller möglichen Vorsicht und sehr einfühlsam tun. Diejenigen Kinder, die wir schon vom Kleinkindalter an unsere Praxis und Behandlungsmethoden gewöhnen konnten, erleben solche Behandlungen in den allermeisten Fällen ohne Streß und Ängste.

"Alles roger ! Ich bin in guten Händen !"